Plasma – der flüssige Lebensretter

Unter Blutplasma versteht man eine klare, gelbliche Flüssigkeit, die zu 90 % aus Wasser besteht. Die restlichen 10 % enthalten gelöste Substanzen, hauptsächlich besondere Proteine (Eiweiße), die für lebensnotwendige Funktionen verantwortlich sind.

Plasmaspenden sind für die medizinische Versorgung enorm wichtig. Allein die vielfältigen Einsatzgebiete von Blutplasma sprechen für sich. Ob bei Gerinnungsstörungen oder Immunschwäche, Plasma ist ein Lebensretter, der sich – wie Blut – bis heute nicht synthetisch herstellen lässt. Daher sind Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen auf Spenden angewiesen.

Zur Behandlung von Menschen mit der sogenannten Bluterkrankheit (Hämophilie) wird sehr viel Plasma benötigt, um Konzentrate der fehlenden Gerinnungsfaktoren aus dem Spenderplasma herzustellen. Bluter bilden selbst nicht ausreichend Gerinnungsfaktoren, sodass schon kleine Wunden zur Gefahr werden. Aber auch um ein normales Leben zu ermöglichen, benötigen Bluter die regelmäßige Zufuhr von Gerinnungsfaktoren. Andernfalls kommt es durch wiederholte Einblutungen in die großen Gelenke zu erheblichen Funktionsausfällen von Fuß-, Knie und Ellenbogengelenken.


Zudem können Plasmapräparate helfen, starke Blutungen zu stillen, beispielsweise bei größeren Operationen nach Unfällen. Auch Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr profitieren von Plasmaspenden und können durch sie ein annähernd normales Leben führen.

Wer kann Plasma spenden?

Beinahe jeder kann Plasma spenden. Voraussetzungen sind, dass man mindestens 18 Jahre alt ist, mindestens 50 kg Körpergewicht hat, gesund ist, sich in den letzten vier Monaten keine Tattoos, Piercings oder Ohrlöcher hat stechen lassen und sich die Venen eignen.

Die Spende selbst dauert circa 45 Minuten. In mehreren Intervallen werden bei der Plasmapherese jeweils etwa 250 ml Blut in einem geschlossenen System zentrifugiert, wodurch sich die schwereren Blutzellen vom leichteren Plasma trennen. Das Blutplasma wird gesammelt, die restlichen Blutbestandteile fließen zurück in den Körper. Das schont den Körper – und ist der Grund, warum Plasmaspenden viel öfter (alle 5 Tage und bis zu 45 x im Jahr) möglich sind als normale (Voll) Blutspenden.

Sie machen einem Kranken ein tolles Geschenk, beweisen Menschlichkeit und erhalten darüber hinaus einen kostenlosen Gesundheitscheck. Zusätzlich gibt es eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 15 Euro.

Vor der Spende gilt, wie auch bei jeder Blutspende: Ausreichend trinken und essen.

Zurück